Retrospektive mit sich alleine: Das ist Selbstreflektion, oder?

  • Was ist im letzten Jahr so passiert?
  • Wo stand ich vor einem Jahr?
  • Wo wollte ich in dem Jahr hin?
  • In welche Richtung soll es im neuen Jahr gehen?

Eigentlich ist so eine Selbstreflektion gar kein Problem… Stimmt nicht ganz. Wenn ich das letzte Jahr komplett aus dem Gedächtnis erinnern soll, bin ich sehr schnell am Ende. Die Gegenwart ist wie eine Autofahrt auf einer Autobahn. Genau, wie einem die wenigsten konkreten Orte der Fahrt im bewußt werden, bleibt aber klar hängen, dass es am Kamener Kreuz vorbei ging.  Beim Rückblick in die Vergangenheit ist es so, dass einem zuerst meist nur Highlights wie der Urlaub schnell einfallen.

Fleissige Tagebuchschreiber sind hier die klaren Gewinner. Dazu fehlt mir die Disziplin. Um wieder eine Analogie zum Auto zu finden: Ich bin auch kein ordentlicher Fahrtenbuchschreiber.

Tatsächlich gibt es schöne andere Wege, Gedanken, Ereignisse, Ziele, Rückblicke usw. festzuhalten und zu entwickeln. Tatsächlich besteht die Möglichkeit die eine oder andere Erinnerung wieder aus dem  Unterbewusstsein hervorzulocken. Vera F. Birkenbihl würde das Recherche im „inneren Archiv“ nennen.

Kawa Kreativität

Ich werde in der nächsten Zeit hier einen Blick darauf werfen, wie und welche Denk- und Kreativitätstools ich nutze,  um meine Entwicklung und Gedanken zu reflektieren.

Kawas nach Vera F. Birkenbihl sind ein Denk- und Kreativitätstool (siehe Bild).

Es wird vielleicht auch einmal interssant sein, in Prosa festgehaltene Texte einmal mit Stichworten, Zeichnungen usw. zu vergleichen. Welche Darstellungs-Formen kommen dem Denken und welche kommen dem Kreativen näher?

Spielen wir eine Runde ¨Stille Post¨?

Als Kind hat mir ¨Stille Post¨ nicht gefallen. Es kann sein, dass tatsächlich damals schon der Nachrichtentechniker in mir gesteckt hat; Mit viel Mühe wird ein kurzer Satz von einen zum nächsten geflüstert. Am Ende wird aus ¨Ich habe rote Ohren¨ zum Schluss ¨Pilze verteilen Sporen¨. Ist soviel Missverständnis nicht grausam?

Tatsächlich treiben wir heute in unserem Alltag ganz ähnliche Spielchen. Wir könnten dass Spiel aber statt ¨Stille Post¨ noch passender ¨Stille EMail¨, ¨Stille Forumsdisskussion¨ oder ¨Stilles WhatsApp¨ nennen. Statt persönlich nachzufragen, wird eine eigene Version interpretiert. Leider meist folgenschwerer als beim Spiel von damals.

Auch was z.B. die Medien in einen Furz eines Prominenten hinein interpretieren können, ist interessant. Da gefällt mir das Spiel schon fast wieder.

Wie können wir aus dem Spiel von damals lernen? Vielleicht statt 5 mal leise zu flüstern lieber gleich laut sagen! Und dann so lange miteinander reden, bis alle zumindest über den gesprochenen Satz einig sind. Und dann vielleicht über die Missverständnisse lachen wie damals statt sich zu ärgern.

Meine Ohren sind jetzt wieder normal hautfarben 😉