ABC-Listen

Um seine Gedankenwelt und seine Einstellungen zu begreifen, muss man sie in eine physikalische
Form außerhalb des Gehirns bringen. Verschriftlicht, gemalt, mit dem Diktiergerät aufgenommen, werden die Gedanken tatsächlich physisch ¨begreifbar¨.

Wer also strukturiert, systmatisch, vielleicht sogar kreativ denken möchte, macht nichts verkehrt, wenn er aufzeichnet. Mit den ABC-Listen nach Vera F. Birkenbihl stelle ich heute eine Schriftform vor.

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ABC-Liste zu diesem Beitrag als ein Beispiel

Ich fange mit dem Rezept an: Man nehme ein leeres Blatt Papier, und schreibe das Alphabet von A bis Z. Oben rechts das Datum und als Überschrift das Thema, über das man nachdenken, reflektieren möchte. Anders wie beim Stadt, Land, Fluss wo zu einem Buchstaben die Kategorien gefüllt werden, werden jetzt zu einem Thema Assoziationen mit den passenden Anfangsbuchstaben gesucht und in die Liste eingetragen. Beim Ausfüllen kann man die Einträge so vornehmen, wie sie einem einfallen.

Immer wenn man eine ABC-Liste zu einem Thema ausfüllt, macht man ein Inventur in seinem inneren Archiv. Es ist immer eine Momentaufnahme. Zum lernen ist es hilfreich, regelmäßig Listen zu einem Lernthema zu wiederholen. Durch das assoziieren werden Neuronenbahnen aufgebaut, nach und nach wird einen das Thema vertrauter und die Listen erhalten immer mehr Einträge.

Man kann in Listen mehrere Einträge mit gleichem Anfangsbuchstaben durch Komma getrennt aufnehmen.

ABC-Listen können auch dabei helfen, bei Vorträgen und in Meetings bei der Sache zu bleiben: Wenn man beim zuhören nach Stichworten mit den richtigen Anfangsbuchstaben lauscht, nimmt man den Vortragsinhalt mit auf. In Meetings kann das die ABC-Liste eine gute Abwechslung zum Bullshit-Bingo darstellen. 😉