Das Barcamp.ruhr 9 in bunt: KAWAs nach Vera F. Birkenbihl

Logo vom Barcamp.ruhr9
Logo vom Barcamp.ruhr9, das 8. Barcamp der Metropole Ruhr.

 

KAWAs nach Vera F. Birkenbihl sind etwas verwand zu MindMaps, allerdings geht es darum, möglichst kreativ zum bunten Wort in der Mitte zu assoziieren.

Video in dem Vera F. Birkenbihl KAWAS erklärt.

KAWA zur Eröffnung

KAWA zur Eröffnungssession Los geht's: Zwei spannende Tage mit klasse Menschen, Orgateam @bertholdb und @fernmuendlich, im Unperfekthaus in Essen
KAWA zur Eröffnungssession Los geht’s: Zwei spannende Tage mit klasse Menschen, Orgateam @bertholdb und @fernmuendlich, im Unperfekthaus in Essen

Session „Entwickeln einer Mobile App – und wie man dabei seine Haare verliert am Beispiel von Spotter-App“ @OrangeCoding

KAWA zur Session zu Entwicklung von Mobile Apps / Ladet Spotter-App fürs Iphone herunter!
KAWA zur Session zu Entwicklung von Mobile Apps / Ladet Spotter-App fürs Iphone herunter!

Meine Session zu ABC-Listen:

KAWA zu ABC-Listen nach Vera F. Birkenbihl zu meiner Session
KAWA zu ABC-Listen nach Vera F. Birkenbihl zu meiner Session
ABC-Liste zu ABC-Listen
ABC-Liste zu ABC-Listen
Spontane ABC-Liste zum Ablauf der Session
Spontane ABC-Liste zum Ablauf der Session
Meine (fast leere) Liste zu Tieren / Die Tiere-Listen der Session-Teilnehmer waren voll bis auf X (Wer kennt ein Tier, das mit X anfängt?)
Meine (fast leere) Liste zu Tieren / Die Tiere-Listen der Session-Teilnehmer waren voll bis auf X (Wer kennt ein Tier, das mit X anfängt?)

@cc_Raffael stellt in seiner Wissenschmiede Lernen (nicht Pauken) nach der Birkenbihl-Methode vor

@cc_Raffaels Session: Wissenschmiede Teil 1 / Methodik nach Birkenbihl wie man ein etwas wirklich lernt.
@cc_Raffaels Session: Wissenschmiede Teil 1 / Methodik nach Birkenbihl wie man ein etwas wirklich lernt.

Tag 2: IoT-Session Feinstaub-Messgerät für 25 Euro selberbauen Luftdaten.info

Tag 2: Feinstaubmessung zum Selbstbau mit ESP8266 (Achtung: Fehler im KAWA) Siehe luftdaten.info
Tag 2: Feinstaubmessung zum Selbstbau mit ESP8266 (Achtung: Fehler im KAWA) Siehe luftdaten.info

Eine von 3 Ratgeber-Sessions von @tmmd: Komfortabel mit der Bahn fahren

KAWA zur Session "komfortabel Bahn fahren" von @tmmd
KAWA zur Session „komfortabel Bahn fahren“ von @tmmd

Noch einmal @cc_Raffael: Wissenschmiede Teil 2, jetzt geht es in die Praxis

Wir stecken uns ein Ziel für das nächste Jahr. Ich möchte im nächsten Jahr bei der Serienjunkies-Session von @scotty die Serien im Orginalton besser verstehen um auch so viel Spaß zu haben wie die anderen Teilnehmer.

Session Wissenschmiede Teil 2 / Jetzt wird es konkret: Was will ich in 2016 lernen?
Session Wissenschmiede Teil 2 / Jetzt wird es konkret: Was will ich in 2016 lernen?

@petrageerken stellt den Onlinedienst Storify vor. SocialMedia einfach redaktionell aufbereiten

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Danke an die Sponsoren und an die Organisatoren @fernmuendlich und @bertholdb!

Die Sponsoren... Danke, Danke, Danke!!!
Die Sponsoren… Danke, Danke, Danke!!!


communicode


GLS Bank


RWE


dotRuhr


Rheinschafe


9elements


Global Village3


netzkommune


IOM


Lokalkompass


agile ruhr


KreativeKommunikationsKonzepte


Brandwatch

Große, teure Features einschätzen und seinlassen ODER kleine, günstige, Versuche und machen

Schätzt bitte, was dieses Feature kostet?

Am Nachmittag darf ich an einem Meeting teilnehmen. Die Produktmanager und das ideale Scrumteam treffen sich zu einer ersten Einschätzung für ein Feature. Weil ein Kollege und ich Dienstleistungen rund um ähnliche Programmfeatures anbieten, dürfen wir teilnehmen.

Die Produktmanager meinen, dass das Feature doch gar nicht so kompliziert sei. Auf einige goldene Henkel und Schnörkel kann ja sogar verzichtet werden.

Das Scrumteam macht klar, dass auch ein einfaches Feature durch automatisierte Tests dauerhaft qualitätsgesichert sein muss. Generell ist die Umsetzung aber machbar.

Diese und viele andere Argumente werden ausgetauscht. Richtiges, uneingeschränktes, Vertrauen in die beiderseitigen Argumente spüre ich nicht.

Das Team schätzt: Es dauert nur 2 bis 3 Sprints, bis das Feature in der Minimallösung umgesetzt ist… leider schon zu teuer. Und im Backlog des Scrumteams schafft es das Feature dann doch sicher nicht so weit nach oben. Verschenkte Zeit.

Dieses Meeting hat das beiderseitige Vertrauen und den Respekt meiner Meinung nach nicht gestärkt. Ich gehe enttäuscht mit meinem Kollegen aus dem Meeting zurück zu meinen Dienstleistungen. Heute ist früh Feierabend…

Linda Rising schlägt vor: Schnelle, kleine, günstige Versuche machen

In den Zug nach Düsseldorf. LEAN_DUS mit Vortrag von Linda Rising. Gastgeber für die Veranstaltung ist sipgate . Wie immer dort, macht sich die firmeneigene Küche sehr viel Mühe, die Veranstaltungsteilnehmer mit kleinen, leckeren Happen zu verwöhnen. Kleine, leckere Happen zum Probieren… das passt schon zum Vortragsthema.

Nachdem 5 sipgate-Mitarbeiter gemeinsam 10 Experimente vorstellen, die es vom Versuch in den Firmenalltag geschafft haben (z.B. Retrospektiven, Pairing, Peer-Feedback, OPEN-Friday, Link zum Vortrag folgt, wenn er zur Verfügung steht) beginnt diese bemerkenswerte, ältere Dame aus den Staaten mit dem Vortrag. Wie in den hervorragenden Videos im Netz.

Linda Rising erklärt, dass es eigentlich keine Experimente sind, die wir bei der Softwareentwicklung machen (experiments), sondern Versuche (trials or tinker). Wissenschaftliche Experimente würden Probe, Gegenprobe, viele Wiederholungen, viel Dokumentation und Aufzeichnung und das saubere erheben von Daten bedeuten. Dafür ist in unserem Geschäft tatsächlich aber kein Geld da. Stattdessen probieren wir etwas aus: „Lass uns ausprobieren, ob wir mit Pairprogramming weiterkommen?“ Wenn der Versuch erfolgreich ist, macht man weiter und versucht weitere kleine Schritte. Wenn nicht, läßt man es sein.

Es ist viel mehr, als der letzte zusammenfassende Abschnitt: Linda nimmt mich eine Stunde lang mit, erzählt Geschichten, macht Witze, erklärt Denkfehler, gibt Buchtipps. Weil Sie so gut ist im Vortrag, fällt es mir nicht schwer, dem englischen Vortrag zu folgen (Sobald der Vortrag im Internet zur Verfügung steht, verlinke ich hier)

Fazit des Vortrages ist folgendes Vorgehensmuster (Linda ist Profi für Patterns): Kleine, schnelle, und günstige Versuche. Wenn es funktioniert: gut. Wenn es scheitert: egal.

Wenn wir in unseren Sprint-Planungen so kleine Versuche ausprobieren, dass wir nach jedem Sprint Erfolg oder Misserfolg erkennen können, arbeiten wir genau nach diesem Muster.

Kleine, schnelle und günstige Versuche machen und iterativ in die richtige Richtung fortbewegen ist besser als große, teure Features einschätzen und dann sein lassen.

Vielleicht kann ich das Pattern von Linda, schnelle, kleine, günstige Iterationen – das einfache, aber grundlegende Prinzip von agiler Softwareentwicklung – wieder zurück in die Gedanken der Kollegen bringen.

Danke, Linda! Danke, sipgate! Danke LEAN_DUS!

Wenn einen die technischen Schulden übermannen…

Die ungeliebten Außenseiter…

Als KnowHow-Träger zu einem Legacy-System der Firma fühlt man sich nicht sehr gemocht in der agilen Firmen-Umwelt. Die Gedanken über die ganzen technischen Schulden belasten einen selbst.

Als Wissensträger steht man schnell als Besserwisser da. Richtig „Käse“ ist es dann noch, dass man an dieser Rolle nicht viel ändern kann, weil der Newbie, der Controller, der Chef, der externe Experte usw. tatsächlich zum Altsystem so wenig Tatsachen wissen, dass man, selbst wenn man nicht der beste Wissensträger zum Altsystem ist, etwas mehr weiß. Man weiß es wirklich besser.

… und die Retter

Jetzt könnten die anderen das mit Respekt behandeln. Aber hier ist der Knackpunkt bei Kollegen wie Chef-Architekten und externen Experten: Wir kommen raus aus den technischen Schulden, indem ihr unsere Ideen umsetzt. Das der Weg von den technischen Schulden wegen guter Stundensätze in die finanziellen Schulden geht wird nicht gesagt, folgt aber aus den Vertragsdaten.

Das Altsystem hat die gleichen Probleme wie seine „Pfleger“

Und das Legacy-System sorgt eigentlich für eine Mischkalkulation. Das Legacy-System ist so alt geworden, weil es seine Geburt überstanden hat. Das ist auch eine Art Demographie-Problem. Viele Softwarprojekte sterben, bevor Sie ins Arbeitsleben eintreten. Sogar die Kinder vom Legacy-System – von „Papa“ Chef-Architekt und „Erzieher“ externer Experte sind oft verwöhnte Blagen.

Und jetzt ist da dieses alte Legacy-System. Die viel versprechenden Kinder, die von guten Freunden des alten Systems groß gezogen werden, werden wie Stiefkinder behandelt, sogar oft verstoßen. Die Ähnlichkeit zum Alten wahrscheinlich…

Also muss das alte Legacy-System weiter arbeiten, obwohl „die 40 voll und das 63ste“ erreicht ist. Das Arbeiten fällt schwer, aber es reicht um mehr Lohn reinzuholen als die technischen Schulden ausmachen und die verwöhnten Blagen beanspruchen… noch!

Machst Du noch weiter? Der Alte sagt: „Die Knochen tun weh, die Arbeit wird nicht leichter. Aber wie sollen wir über die Runden kommen, wenn ich jetzt in Rente gehe.“