Spielen wir eine Runde ¨Stille Post¨?

Als Kind hat mir ¨Stille Post¨ nicht gefallen. Es kann sein, dass tatsächlich damals schon der Nachrichtentechniker in mir gesteckt hat; Mit viel Mühe wird ein kurzer Satz von einen zum nächsten geflüstert. Am Ende wird aus ¨Ich habe rote Ohren¨ zum Schluss ¨Pilze verteilen Sporen¨. Ist soviel Missverständnis nicht grausam?

Tatsächlich treiben wir heute in unserem Alltag ganz ähnliche Spielchen. Wir könnten dass Spiel aber statt ¨Stille Post¨ noch passender ¨Stille EMail¨, ¨Stille Forumsdisskussion¨ oder ¨Stilles WhatsApp¨ nennen. Statt persönlich nachzufragen, wird eine eigene Version interpretiert. Leider meist folgenschwerer als beim Spiel von damals.

Auch was z.B. die Medien in einen Furz eines Prominenten hinein interpretieren können, ist interessant. Da gefällt mir das Spiel schon fast wieder.

Wie können wir aus dem Spiel von damals lernen? Vielleicht statt 5 mal leise zu flüstern lieber gleich laut sagen! Und dann so lange miteinander reden, bis alle zumindest über den gesprochenen Satz einig sind. Und dann vielleicht über die Missverständnisse lachen wie damals statt sich zu ärgern.

Meine Ohren sind jetzt wieder normal hautfarben 😉